Die Erforschung der Fibromyalgie ähnelt einem Kriminalstück. Es gibt viele falsche Spuren und zahlreiche Verdächtige. Was die Krankheit so mysteriös und schwer zu diagnostizieren macht, ist ihre Eigenart, die Symptome und Warnzeichen vieler Krankheiten nachzuahmen.
Auch wenn das Fibromyalgie-Rätsel nach wie vor nicht zu lösen ist, sind sich die Experten einig: Fibromyalgie ist kein Schicksal. Die Erkrankung ist behandelbar. Nur selten sind die Schmerzen therapieresistent. Forscher haben nun herausgefunden, das einige Nahrungsergänzungsmitteln wie Johanniskraut- und Baldrianextrakten oder auch Magnesium ein günstigen Einfluss auf die Symptome der Fibromyalgie nachgesagt. Die Fähigkeit die Beschwerden der Fibromyalgie zu lindern sagen Experten auch dem Wirkstoff L-Carnitin nach. Allein die Tatsache, dass die Muskulatur bei rund einem Drittel der Betroffenen extrem niedrige L-Carnitin-Spiegel aufweist, macht diese Aminosäureverbindung für therapeutische Zwecke interessant.
L-Carnitin spielt eine Schlüsselrolle bei der Regulierung Energie liefernder Stoffwechselprozesse in den Mitochondrien. Es gewährleistet den optimalen Energiegewinn aus der Verbrennung von Fett und Kohlenhydraten. Zugleich sorgt die Substanz für die Entgiftung der empfindlichen Zellstrukturen bei besonderen Belastungen, etwa einem beginnenden Sportprogramm, durch Bindung toxisch wirkender Substanzen in Form von Acyl-L-Carnitin. Anscheinend erweitert L-Carnitin auch die feinen Blutgefäße. Dadurch erleichtert es die Versorgung der Muskelfasern mit Sauerstoff und Nährstoffen beziehungsweise den Abtransport von verbrauchten Substanzen. Die muskuläre Schwäche und die schmerzhaften Muskelbeschwerden werden günstig beeinflussen. |