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Alle 30 Sekunden bricht in Europa ein Knochen

Die Ursache: Osteoporose, Knochenschwund. In Deutschland ist jede dritte Frau und jeder fünfte Mann betroffen, insgesamt ca. sieben Millionen Menschen.

Osteoporose ist eine Stoffwechselerkrankung der Knochen. Durch den Abbau von Knochenmasse verliert der Knochen seine Stabilität. Schmerzhafte Knochenbrüche sind die Folgen. Frauen leiden häufiger an Osteoporose als Männer. Mehr als ein Drittel aller Frauen über 60 Jahre ist betroffen. Insgesamt rechnet man in Deutschland mit bis zu sieben Millionen Menschen. Mehr als 130 000 Bundesbürger erleiden pro Jahr einen Oberschenkelhalsbruch und Wirbelbrüche. Diese Brüche führen nach mehrjährigem Krankheitsverlauf dazu, dass ein Drittel der Patienten auf Hilfe im Alltag angewiesen ist. Bestehen bereits Knochenbrüche, ist eine Behandlung sehr schwierig.

Knochen bestehen aus einem Gewebe, das ihnen die Form gibt (Matrix), und den Mineralstoffen Calcium und Phosphat. Die Mineralstoffe werden in diese Matrix eingelagert und machen den Knochen hart und dicht. Das Knochengewebe ist eine lebende Verbindung von Zellen, die ständig neu aufgebaut, umgebaut und abgebaut werden. Bis zum 40. Lebensjahr überwiegen die Aufbauprozesse. Ab dem 40. Lebensjahr wird jährlich ein geringer Prozentsatz der Knochenmasse wieder abgebaut. Die Regulation des Auf- und Abbaus erfolgt unter anderem durch verschiedene Hormone. Vitamin D und das Schilddrüsenhormon Calcitonin lagern Calcium in den Knochen ein. Das Parathormon aus der Nebenschilddrüse dagegen löst es aus den Knochen heraus. Die Geschlechtshormone Östrogen und Testosteron sind verantwortlich für die Bildung und Wirkung dieser 'Knochenhormone'. Bei Osteoporose ist dieser Regulationsmechanismus gestört. Das Knochenmaterial wird weit über das normale Maß hinaus abgebaut. Die Matrix wird löchrig und Calcium wird nicht ausreichend eingebaut. Dadurch wird der Knochen dünner und verliert an Festigkeit: Er kann leichter brechen.

Die häufigste Ursache von Osteoporose ist der Östrogenmangel bei Frauen nach den Wechseljahren. Männer sind von Osteoporose durch Testosteronmangel dagegen nur selten betroffen. Etwa zehn Jahre nachdem die Hormonproduktion eingestellt wurde kommt es zum ersten Knochenbruch, vor allem von Wirbelkörpern. Ebenfalls häufig ist die Altersosteoporose ab dem 70. Lebensjahr. Sie tritt bei beiden Geschlechtern auf. Brüche ereignen sich in den meisten Fällen am Oberschenkelhals. In diesem Alter sind vor allem jahrelange geringe Bewegung und Mangelerscheinungen an Calcium und Vitamin D die Ursache für den Substanzverlust. Osteoporose wird durch Umstände begünstigt, die einen stabilen Knochenaufbau bis zum 40. Lebensjahr verhindern.

Die größten Risikofaktoren:

Spätes Einsetzen der ersten Regel, früher Eintritt der Wechseljahre oder eine frühzeitige Entfernung der Eierstöcke verkürzt die Zeit der schützenden Hormonproduktion.

Mangelnde Bewegung fördert den Knochenabbau.

Übermäßige Diäten, überhöhter Kaffeegenuss, Missbrauch von Abführmitteln und zuviel Phospat in der Nahrung führen zur Mangelversorgung mit Calcium und Vitamin D.

Schlanke Menschen sind häufiger betroffen als fülligere.

Man vermutet als Ursache auch genetische Faktoren und damit gehäuftes Auftreten von Osteoporose innerhalb der Familie.



Aber auch andere Faktoren spielen eine Rolle

übermäßige Kortisonproduktion im Körper oder Langzeitbehandlung mit Kortisontabletten oder Spritzen (führt zum Knochenabbau)

Schilddrüsenüberfunktion

Überfunktion der Nebenschilddrüse

mangelndes Wachstumshormon

Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse oder des Darms wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa

langjährigen Nierenerkrankungen

Gelenkerkrankungen wie Rheuma, Morbus Bechterew und Lupus erythematodes

Alkoholismus

Rauchen

Funktionsstörung der Eierstöcke oder der Hoden

Tumore



Quelle: Newsletterseite der Fa. Podomedi

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