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Eine aktuelle schwedische Studie zeigt, dass Übergewicht mit einem höheren Risiko des Gewebsschwundes im Gehirn einher geht als Normalgewicht.

In der über 24 Jahre lang durchgeführten Studie (1) untersuchte das Forscherteam 290 Frauen aus Göteborg, Schweden. Die Geburtsjahre der Frauen reichen von 1908 bis 1922 und die Untersuchungen fanden in den Jahren 1968 bis 1969, 1974 bis 1975, 1980 bis 1981 und 1992 bis 1993 statt. Bei jeder Untersuchung machten die Frauen Angaben zu Gesundheit und Lebensstil. Außerdem fand eine anthropometrische, klinische und neuropsychiatrische Beurteilung sowie eine Blutuntersuchung statt. Die Forscher führten 1992 Computertomographien durch, als die Probanden 70 bis 84 Jahre alt waren. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Frauen mit einer Atrophie (= Gewebsschwund) des Schläfenlappens durchschnittlich einen 1,1 bis 1,5 höheren BMI (kg/m2) bei allen Untersuchungen aufwiesen, als Frauen ohne Atrophie. Alter und BMI sind bedeutende Faktoren für eine Atrophie des Schläfenlappens, erläutert Kamphausen. Das Risiko für eine Atrophie des Schläfenlappens erhöht sich um 13 bis 16 Prozent pro 1,0 kg/m2 erhöhten BMIs. Übergewicht während des ganzen Erwachsenenalters trägt zur Entwicklung einer Atrophie des Schläfenlappens bei Frauen bei. Aus den Studienergebnissen wird sichtbar, dass neben Folgen wie Herzkreislauferkrankungen, Diabetes mellitus und Bluthochdruck, Übergewicht auch zu negativen Einflüssen auf die geistige Leistungsfähigkeit führt.

Quelle:

(1) Gustafson D et al.: A 24-year follow-up of body mass index and cerebral atrophy. Neurology, 2004; 63: 1876 - 1881

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