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Immer wieder war in chinesischen klinischen Studien über Gewichtsreduktionen unter Therapie mit rotem Reismehl berichtet worden. So berichteten HU Wanying et al. (1997), die 15 Hyperlipidämiepatienten mit 3.15 g rotem Reismehl über 8 Wochen behandelten, über eine Gewichtsreduktion 1.5% (66 auf 65 kg). In der 15köpfigen unbehandelten Kontrollgruppe hingegen trat dieser Effekt nicht auf. GUAN Xiuling (1997), der 35 Patienten mit Fettleber eine analoge Reismehldosis über 3 Monate verabreichte, stellte als Nebenbefund eine Gewichtsreduktion in 10 Fällen (29%) um 1 kg, in 8 Fällen (23%) um 2 kg und in einem Fall (3%) um 3 kg fest.

In deutscher Übersetzung liegt die Studie von Ling et al. (1997) vor, in welcher übergewichtige Patienten innerhalb einer dreimonatigen Therapie mit rotem Reismehl (3.15 g/d, verteilt auf 3 Gaben) eine z.T. erhebliche Gewichtsreduktion erzielen konnten. Eine direkte Übertragung der Ergebnisse auf den Durchschnittseuropäer ist jedoch nicht möglich. Es ist aufgrund des Größenunterschiedes eine Anhebung der Reismehlmenge notwendig (4.8-9.6 g/d) sowie eine engmaschige Einnahme alle 3 bis maximal 4 Stunden. Erst im Zusammenwirken mit einer kalorienreduzierten Kost sowie einer individuell angepassten Reismehleinnahme kann ein Therapieerfolg erzielt werden. Er gelingt besonders bei Patienten mit Heißhungerattacken, deren Hungergefühl auf deutliche Blutzuckerschwankungen zurückzuführen ist. Rotes Reismehl stabilisiert, wie bereits bei Diabetikern und biochemisch belegt gezeigt, indirekt den Blutzucker und führt somit bei leicht fallendem Blutzuckerwert zur schnellen Anhebung via Glukoneogenese. Dies führt bei engmaschiger Einnahme ausreichender Reismehlmengen zu einer erheblichen Reduktion des subjektiv empfundenen Hungergefühls und erlaubt es Übergewichtigen, eine kalorienreduzierte Kost über lange Zeiträume problemlos einzuhalten.

Die Gewichtsreduktion erfolgt innerhalb der ersten Wochen schneller, später verringert sie sich aufgrund der Downregulation des Grundumsatzes mit zunehmender Diätdauer. Dies bedeutet für den Patienten die Notwendigkeit einer engmaschigen Eigenkontrolle des Hungergefühls und eine stetige Einnahme des Reismehls ggf. alle 3 Stunden in ausreichender Menge. Geringe 'Diätverstöße' führen in diesem späteren Stadium meist zu einer erheblichen Verringerung der Gewichtsreduktionsgeschwindigkeit.

Ein erheblicher Vorteil dieser Gewichtsreduktion mit rotem Reismehl ist jedoch die drastische Reduktion des Hungergefühls und die sonstigen kardioprotektiven Vorteile (Blutfettregulation, Senkung der Blutviskosität, Verringerung des KHK-Risikos). Diese Art der Gewichtsreduktion ist vor allem für eigenständige Patienten sehr gut geeignet.

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